Auf dieser Seite erscheinen in kurzen, regelmäßigen Abständen aktuelle Artikel, Ergänzungen zu den Inhalten des Buches, neue Rätsel, Tricks und Cheats. Wenn Sie etwas finden, von dem Sie glauben, dass es auf diese Seite passt, schreiben Sie einen Kommentar oder schicken Sie mir eine E-Mail - ich freue mich auf unseren Kontakt!
Fr
13
Apr
2012
Diese Seite ist wirklich beeindruckend - und ein wunderbares Beispiel für die Relativität unserer Perspektiven. Danke an Helmut!
Mi
04
Apr
2012
Mal wieder ein kleines Rätsel für zwischendurch: Zwei Mannschaften spielten gegeneinander Fußball. Das erste Tor fiel in der 28. Minute durch einen Elfmeterschuss. Trotzdem endete das Spiel 0:0 - wie geht das?
Mi
14
Mär
2012
Inzwischen ist es gut untersucht, dass das Praktizieren von Achtsamkeitstechniken sogar in der Lage ist, unser Gehirn auf einer physiologischen Ebene zu verändern! Damit fällt ein sehr lange für wahr gehaltenes Paradigma der Neuro- und Naturwissenschaften: Das nämlich der Zustand unseres Gehirns Auswirkungen auf unseren Geist hat, dass aber umgekehrt das Bewußtsein nicht in der Lage sein soll, das materielle Gehirn zu verändern. Schon wenige Wochen des Praktizierens von Achtsamkeitsverfahren haben z.B. bei Menschen mit Zwangshandlungen für eine deutliche Linderung ihres Leidens gesorgt. Und im Kernspintomographen konnten signifikante Veränderungen in den Bereichen des Gehirns festgestellt werden, die man als Ausgangspunkt für die Störungen identifiziert hatte. Dieses Phänomen wird auch als "Neuroplastizität" bezeichnet - unser Gehirn scheint weitaus formbarer zu sein, als es lange Zeit für möglich gehalten wurde.
Hier ein Link zu einem interessanten SPIEGEL-Artikel.
So
11
Mär
2012
Brainstorming (in Gruppen) funktioniert nicht! Das hat schon Edward de Bono (der "Erfinder" des lateralen Denkens) gewusst. Warum ist das so? -
Nun, die Hypothese besagt, dass es alleine mit dem freien Assoziieren (wie es im Brainstorming gehandhabt wird) nicht getan ist, da es voraussichtlich nur innerhalb der bereits bestehenden Muster
abläuft. de Bono hat deshalb eine Notwendigkeit für kreative Techniken gesehen, die uns aus eingefahrenen Denkmustern herausstoßen sollen (z.B. die "Provokative Operation" oder "Random Entry").
Diese müssen aber explizit auch angewendet werden, ob alleine oder in der Gruppe. Viele anderen Gründe dafür, warum Brainstorming alleine zu wenig ist, sind sehr gut hier im verlinkten Artikel beschrieben.
Fr
02
Mär
2012
Dieser Kurzfilm (und die ganze Seite) zeigt auf sehr einleuchtende Weise, welchen Anteil wir Verbraucher an der zunehmenden Umweltzerstörung und Ausbeutung von Ressourcen und Menschen haben. Es ist trotz aller Dramatik keine fatalistische Botschaft, die übermittelt wird, im Gegenteil: Wir können etwas ändern und zwar genau da, wo unser Einflussbereich am größten ist - bei uns selbst und unseren (Konsum-)Gewohnheiten. Und ja, es macht einen Unterschied, welche Entscheidungen jeder einzelne von uns trifft. Unbedingt angucken!
Hier gibt es den Kurzfilm auch auf deutsch.
Do
23
Feb
2012
Am 20.3. halte ich um 19 Uhr im Restaurant Rokoko, Veitshöchheim, für das Mut-Netzwerk einen Vortrag zum "Undenkbaren Denken". Hier der vollständige Ausschreibungstext:
Das wäre doch gedacht!
Wie wir uns aus der Falle eingefahrener Denkmuster befreien
Wir leben in einer modernen Welt. Die Reaktionen des Gehirns sind aber in wichtigen Aspekten archaisch. Es ist häufig gefangen in immer gleichen Mustern der Wahrnehmung, unser Denken neigt zu
vorschnellen Urteilen.
In diesem Vortrag werden Sie ganz spielerisch eine Menge über sich selbst und Ihre Denkgewohnheiten erfahren. Sie lernen eine Methode kennen, die zu einer neuen Flexibilität der Wahrnehmung
anregt und Ihnen ungeahnte Freiheiten im Denken und Fühlen eröffnet. Dazu verlangsamen wir unser Denk- und Entscheidungstempo und suchen beständig nach alternativen Betrachtungsweisen.
Die Werkzeuge des Undenkbaren Denkens lassen sich ebenfalls gewinnbringend in Gruppen einsetzen. Eine lösungsorientierte Kultur des Miteinanders entsteht, das schöpferische Potenzial eines Teams
bekommt endlich den nötigen Raum zur Entfaltung.
Ganz ohne Übertreibung: Nach diesem Mini-Workshop werden Sie Ihr Denken mit anderen Augen sehen.
Inhalte des Vortrags:
• Das Gehirn als musterbildendes System: Warum es eine Notwendigkeit für die Techniken des Undenkbaren Denkens gibt
• Alte Muster verlassen - wirklich innovative Ideen hervorbringen
• Emotionale Intelligenz: Wie unser Denken die Gefühle beeinflusst
• Partizipative Kommunikation in Gruppen & Teams
Mo
20
Feb
2012
Zur Faschingszeit ein visuelles Rätsel: Masken sind geheimnsivolle Objekte, weil sie uns die Möglichkeit geben, verborgene Anteile zu leben. Was ist an dieser venezianischen Maske besonders?
Di
31
Jan
2012
Hier habe ich ein recht bekanntes Bild aus der Wahrnehmungspsychologie ausgesucht, viele von Ihnen werden es schon kennen. Zu Beginn kann es unheimlich schwierig sein, das "versteckte" Objekt zu
erkennen. Hat man es aber dann erst einmal gesehen, kann man es nicht mehr nicht mehr sehen. Hier passt ein Zitat von William James (Amerikanischer Psychologe, 1842 - 1910), der dazu meinte:
"Meine Erfahrung besteht aus dem, was ich wahrzunehmen beschließe. Nur was ich bemerke, formt mein Denken."
Häufig bemerken wir gar nicht, dass wir etwas nicht wahrnehmen. Was wir nicht wahrnehmen, können wir aber auch nicht bedenken. Wir wissen dann nicht, dass wir nicht wissen. Es handelt sich um
unsere "blinden Flecken". Dazu später noch mehr in diesem Blog.
Häufig sind unsere Denkfehler eigentlich in Wahrnehmungsfehlern begründet. Viele Denktechniken weiten deshalb vor allem unseren Wahrnehmungsbereich.
Welches Objekt ist also hier zu sehen?
Mi
25
Jan
2012
Mo
23
Jan
2012
Besuchen Sie mich doch auch auf Facebook!
Di
10
Jan
2012
Die Experimente hinter diesem Link sind wirklich beeindruckend!
Kurz zum inhaltlichen Hintergrund: Unsere affektiven Reaktionen können ohne irgendeine bewusste kognitive Beteiligung entstehen, weil das emotionale System anatomisch unabhängig vom Neokortex
agieren kann. Wir sind im Denken nicht nur enorm von den Emotionen geprägt, sondern wir realisieren obendrein in vielen Fällen noch nicht einmal, dass sie uns so massiv dirigieren. Wir sind uns
nicht bewusst, dass wir uns nicht bewusst sind.
Bei den "Impliziten Assoziationstests", wie man sie hinter dem oben angegebenen Link durchführen kann, erleben wir
diese Mechanismen in flagranti. Ein bißchen Zeit mitbringen (ca. 10 min) und einfach mal einen solchen Test durchführen, wirklich äußerst spannend!
Man kann sich testen in Bezug auf Geschlechter-Stereotypen, Vorurteile gegenüber Menschen mit anderer Hautfarbe, sexueller Prägung, dicke/dünne Menschen, etc.
Die Grundidee bleibt immer gleich: Was wir vom bewußten Verstand her denken und wie unsere (unbewußten) Vorurteile tatsächlich aussehen, sind häufig zwei Paar Stiefel. Offenbar wohnen doch
(mindestens) zwei Seelen, ach, in unserer Brust...
Hochspannend bleiben dabei Fragen wie: Was bedeutet das alles z.B. für unsere politische Meinungsbildung? Wie würde sich unsere "tatsächliche" Gesinnung im Ernstfall in unseren Handlungen
niederschlagen? Wie kommt es zu der Spaltung zwischen unseren (bewußten) Gedanken und unseren (unbewußten) Motiven? Wer sind wir dann "wirklich", wenn es so unterschiedliche Teile in uns
gibt?
Mich würde wirklich sehr interessieren, welche Ideen und welche Erfahrungen Du/Sie zu diesen Experimenten hast/haben - ich freu mich über jeden Kommentar und jede Anregung. Viel Spaß beim
Durchführen!
So
20
Nov
2011
Vor ein paar Tagen hatte ich das große Vergnügen, die neueste Folge des Braincast von Arvid Leyh gestalten zu dürfen - Arvid ist nämlich vor kurzem Vater geworden und in den Baby-Flitterwochen: Herzlichen Glückwunsch noch einmal nach Weimar!
Die Folge können Sie sich hier anhören. Am Ende der Folge gibt es ein Rätsel ohne Auflösung, einen ersten Hinweis haben Sie hier:
"Der Bruder in München leidet nicht unter Gedächtnisverlust, so wenig wie Dr. Huber in Bremen lügt. - Welche gezielte Irreführung wird durch die Wörter in diesem Zaubertrick in Frageform erreicht? Welche Schlüsselwörter spielen eine Rolle? Zu welchen Vorannahmen verleiten diese?"
Weiterhin viel Spaß beim Knobeln!
Di
15
Nov
2011
Im Prozess des Undenkbaren Denkens erzeugt Quantität
Qualität
Obwohl manche von Ihnen diese Aussage vermutlich nicht mehr hören können, kann man sie nicht oft genug wiederholen. Denn selbst von geschulten Personen wird sie
selten in aller Konsequenz zur Anwendung gebracht.
Je mehr Ideen Sie entwickeln, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass bei den vielen, neuen Ansätzen tatsächlich eine wirklich gute und realisierbare dabei ist. Von 100 Ideen können 99
unausgegoren sein - und sind es vom Standpunkt der Bewertungsphase betrachtet vermutlich auch. Wenn jedoch eine wirklich neue und innovative Idee dabei ist, hat sich der ganze Aufwand schon
gelohnt.
Bleiben Sie mit Ihren Gedanken in Bewegung. Springen Sie von einer Idee zur nächsten, bleiben Sie nicht stehen, gehen Sie einfach immer weiter: »Wohin führt mich diese Idee? Und die nächste? Und
wieder die nächste?...«.
Wir springen ständig zwischen den Bedeutungsebenen hin und her. Wir erlauben uns unvollständig zu sein, unpräzise, undifferenziert. Die Suche nach Vollständigkeit, Präzision, Differenziertheit:
all diese
Kategorien implizieren schon bestimmte Werte und damit Vorannahmen. Wenn wir aber bei unseren Vorannahmen stehen bleiben, werden wir nie wirklich Neues und Undenkbares denken.
Um diese beiden Phasen strikt auseinander zu halten, brauchen Teams einen externen und Einzelpersonen einen inneren Moderator. Ähnlich wie in äußeren Teams setzt sich auch unsere Innenwelt aus
den verschiedensten Charakteren zusammen.
Diese müssen im Zaum gehalten werden. Das erfolgt mittels einer Struktur, wie z.B. dem Partizipativen Denken. Und ja: Es kann richtig Arbeit sein, viele Ideen zu produzieren.
Es gibt Untersuchungen mit Gruppen, die den Zusammenhang zwischen der Menge an Ideen und der daraus resultierenden Qualität eindeutig belegen: Je mehr Ideen ein Team (oder eine Einzelperson)
entwickelt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass am
Ende eine (oder mehrere) wirklich brauch- und umsetzbare Ideen übrig bleiben. Bleiben Sie also nicht bei der erstbesten Idee stehen, sondern entwickeln sie eine Vielzahl von Alternativen.
Di
08
Nov
2011
Hier ein Zaubertrick-Video von Richard Wiseman, der u.a. die fantastischen Bücher "Wie Sie in 60 Sekunden Ihr Leben verändern" und "Quirkologie - die wissenschaftliche Untersuchung unseres Alltags" geschrieben hat.
Richard hat einen eigenen Kanal auf Youtube, lohnenswert!
Di
01
Nov
2011
Di
01
Nov
2011
Optische Täuschungen verraten uns eine Menge darüber, wie unser Gehirn, unsere Wahrnehmung und damit unser Denken funktioniert. Eine Menge der Schlußfolgerungen über die Arbeitsweise unseres Verstandes aus Das wäre doch gedacht! basieren auf solchen Täuschungen und Illusionen.
Hier eine schöne Sammlung solcher optischen Illusionen als Video-Spezial auf Spiegel-Online.
Di
25
Okt
2011
Im Buch selbst befindet sich ja bereits ein Impliziter Assoziationstest, die Implikationen für unser Denken sind hochinteressant. Hier finden Sie weitere Beispiele - viel Vergnügen!
Mo
17
Okt
2011
Trennen Sie die Ideenfindung von der Bewertung
Vermutlich der älteste Hut aller Regeln, die mit Undenkbarem Denken zu tun haben. Dennoch in der Umsetzung vielleicht auch die schwierigste. Ich habe viele Teams und Einzelpersonen erlebt, die
trotz des Wissens um diese Regel immer wieder vorzeitig in die Bewertung eingestiegen sind. Die Versuchung sogleich nach Qualität Ausschau zu halten (statt nach Quantität) ist einfach zu groß.
Man hat uns diese Haltung sehr früh beigebracht. Schon in der Schule waren wir angehalten nicht so sehr unsere eigenen Ideen/Gedanken einzubringen, sondern herauszufinden, was der Lehrer gerne
hören möchte (um somit gute Noten zu bekommen).
Das vorschnelle Suchen nach Qualität (und Qualität impliziert schon Be-Wertung, denn Qualität muss bestimmten Werten genügen) verstellt uns den Blick für die Erkundungsphase. Die Idee, dass
kritische Beurteilungen genügen, um nützliche Fort¬schritte zu erzielen, ist irrational und absurd. In der Phase der Ideenfindung. geht es nicht nur darum, einfach wie wild Ideen hervorzubringen,
sondern darum, unseren Bezugsrahmen genauer zu erkunden und eventuell häufiger zu wechseln.
Fr
07
Okt
2011
Es gibt eine Notwendigkeit für Techniken des Undenkbaren Denkens
(...da unser Gehirn dazu neigt in altvertrauten Mustern hängen zu bleiben)
Wir brauchen explizit Techniken, um der Falle der Musterbildung zu entkommen. Unser Gehirn bildet ständig Muster aus, um in einer hochkomplexen Umwelt schnelle Entscheidungen treffen zu können.
Das ist gut und wichtig. Problematisch wird es dann, wenn wir auf der Suche nach alternativen Lösungsansätzen sind. Dann nämlich führen uns die eingetretenen Pfade der Wahrnehmung immer wieder
ins alte Gleis zurück. Die Analyse alleine ist untauglich, um alle Probleme zu lösen. Man muss sie um die Konstruktion ergänzen. Die große Bedeutung des Denkens in Hypothesen und Möglichkeiten
wird häufig nicht erkannt.